Archiv für den Monat März 2018

Pressemitteilung: Offener Brief an die OB-Kandidat*innen

Sehr geehrte/r Herr/Frau …

Am 27.03.18 fand zum zweiten Mal binnen weniger Wochen eine Versammlung zahlreicher   Mieterinnen und Mieter Lobedas statt. Der Grund des Beisamenwohnens war die abermalige Ankündigung von Mieterhöhung vieler Wohnungen aus dem Bestand von jenawohnen.           Mit Unverständnis und Wut reagieren wir als Mieterinnen und Mieter darauf. Wie kann es sein, dass Mieten steigen, ohne dass dies mit einer qualitativen Verbesserungen der Wohnungen oder des Wohnumfeldes einhergeht? Jenawohnen verweist auf die Veröffentlichung des neuen qualitativen Mietspiegels Ende letzten Jahres als Grund für die Verteuerung und argumentiert mit dem Sachzwang des von den Gesellschaftern vorgegebenen Rendite-Ziels von 5,5%.          Die Stadt Jena profitiert als Anteilseigner über Ecken von den jährlichen Ausschüttungen. Und dennoch behaupten Regierung und Verwaltung seit Jahren dem Agieren von jenawohnen machtlos gegenüber zu stehen. Dies scheint jedoch nur solange zu gelten, wie es die Durchsetzung der Interessen der Mieterinnen und Mieter dieser Stadt nach bezahlbarem und inklusivem Wohnraum betrifft. Weiterlesen

Pressemitteilung: Kundgebung „Faire Miete statt Rendite“ am 03.04.18, 17Uhr, Holzmarkt

Kundgebung „Faire Miete statt Rendite“ am 03.04.18, 17Uhr, Holzmarkt

Das „Mietertreffen Lobeda“ veranstaltet unter dem Motto „Faire Miete statt Rendite“ Dienstag den 3. April 2018 ab 17Uhr eine Kundgebung auf dem Holzmarkt. Der Protest richtet sich gegen die abermalige Mieterhöhungen im Bestand von „jenawohnen“, sowie gegen die angesichts    allgemein steigender Mieten wirkungslose Wohnungspolitik der Stadt Jena. Zahlreiche Mieter müssen ab April 2018 tiefer in die Tasche greifen um ihr Grundrecht auf Wohnen zu finanzieren und zwar ohne qualitative Verbesserung der Wohnung oder des Wohnumfeldes. Die ehemals kommunale Wohnungsbaugesellschaft nutzte damit zum zweiten Mal binnen weniger Jahre die Chance, Mieten an den qualifizierten Mietspiegel anzupassen: „Rechtlich ist dieses Vorgehen   leider einwandfrei“, bestätigt ein fachkundiger Teilnehmer des Mietertreffs. Die GmbH verweist zudem auf das von ihren Gesellschaftern vorgegeben Renditeziel von jährlich 5,5%.               Doch gerade die Stadt Jena hält über die „Stadtwerke Energie Jena-Pößneck“ nicht unerhebliche Anteile an dem Unternehmen, verweist ihrerseits aber ständig auf Sachzwänge. Dabei waren es Stadtverwaltung und -rat selbst, die mit der Beauftragung zur Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels die Grundlage für die Mieterhöhungen in zahlreichen Wohnungen schufen: „Wenn Politik und Wirtschaft sich ständig dadurch aus der Verantwortung nehmen, indem sie sich     gegenseitig zum Sündenbock machen, dann frage ich mich, mit welcher Legitimität diese     Menschen überhaupt meinen, Entscheidungen zum Wohle der Allgemeinheit treffen zu        können.“, moniert ein weiterer Teilnehmer des Mietertreffens.

Das „Mietertreffen Lobeda“ verlangt deshalb ein Umdenken in der kommunalen Wohnungspolitik, das über Lippenbekenntnisse und Verstecken hinter Sachzwängen hinaus geht. Gefordert wird (1.) die Kommunalisierung des sozialen Wohnungsbaus und dessen nicht Profit orientierte Langzeitbindung (2.) die Sicherung des vorhandenen Bestandes an Sozialwohnungen, sowie    eine angemessene Mietpreisobergrenze für diesen und (3.) bedarf es hierfür einer Rekommunalisierung von jenawohnen, auch um die Mietpreisentwicklung über den Bestand an Sozialwohnungen hinaus mittelfristig wenigstens zu stabilisieren.

Kontakt

e-Mail: mietertreffen-lobeda@posteo.de

Telefon: 017642026448 (Marcel Weikert, Versammlungsleiter)